Archiv der Kategorie: Gedanken

Gedanken zu: dem Umgang mit Geschichte

Nostalgie scheint mir ein wichtiger Antrieb zu sein, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. Und dabei ist Nostalgie ein weiches Bett, in das man sich legen kann: Wir ergehen uns in der Liebe zur Vergangenheit, weil wir meinen, darin die „gute alte Zeit“ zu entdecken. Eine Zeit, in der alles noch etwas einfacher war, in der alles noch nicht so gehetzt und so komplex war. In der man noch ohne Smartphone und Internet leben konnte, in der man nicht immer erreichbar war und es im Winter noch schneite. Und es im Sommer Hitzefrei gab. Weiterlesen

Latein anders lernen, Pars Prima

Kann man Latein anders lernen, anders lehren? Ich glaube fest daran, dass es geht. In einer losen Serie von Beiträgen möchte ich andere Wege aufzeigen, wie Begeisterung für diese wunderbare Sprache geweckt werden kann. Die ausgetretenen Pfade der althergebrachten Grammatiken, die abschrecken, vieles sehr kompliziert erscheinen lassen und der Entwicklung eines natürlichen Sprachgefühls entgegenstehen, sollen zumindest zeitweilig verlassen werden. Es soll jedoch darauf geachtet werden, immer die „Landkarte“ der traditionellen Grammatik als Referenz zu nutzen. Weiterlesen

Das angereicherte Mittelalter

Bei den Weihnachtseinkäufen ist es mir aufgefallen: Spielzeug, das das Mittelalter zum Thema hat, wird immer fantasy-lastiger. Es gibt kaum noch Burgen & Ritter, die nicht mit Elementen aus den großen Fantasy-Erzählungen unserer Zeit angereichert wären. Überall müssen es „Drachenritter“ und „Drachenburgen“ sein, Schwerter sind möglichst breit und gezackt, Wesen wie Trolle und Elfen geben sich ein Stelldichein. Was für ein MIttelalterbild kommt da auf uns zu? Weiterlesen